Testament oder gesetzliche Erbfolge – Welche Regelung schützt Ihre Familie am besten?

Viele Menschen tragen den Wunsch in sich, Streitigkeiten zwischen Angehörigen nach ihrem Tod zu verhindern. Gleichzeitig ist die Beschäftigung mit dem eigenen Nachlass oft unangenehm – und wird deshalb aufgeschoben.

Wir erleben in unserer seit 1938 bestehenden Kanzlei jedoch immer wieder:
Ein rechtzeitig errichtetes Testament schafft Klarheit, schützt Angehörige und verhindert Konflikte.

Doch wann ist ein Testament wirklich notwendig? Und wann greift automatisch die gesetzliche Erbfolge?

Was bedeutet gesetzliche Erbfolge?

Wenn kein Testament vorhanden ist, bestimmt das Gesetz, wer erbt. Die Verteilung erfolgt nach einem festen Schema – ohne Rücksicht auf persönliche Wünsche oder individuelle Lebenssituationen.

Typische gesetzliche Erbquoten:

  • Ehegatte/Lebenspartner: 1/3

  • Kinder: 2/3 (zu gleichen Teilen)

Gibt es keinen Ehegatten oder Kinder, erben Eltern, Geschwister oder weitere Verwandte.

Wichtig:
Ein Lebensgefährte hat ohne Testament grundsätzlich kein Erbrecht, außer es gibt keine weiteren gesetzlichen Erben.

Die gesetzliche Erbfolge ist daher oft sachlich korrekt, aber menschlich nicht immer passend.

Warum ein Testament so wichtig sein kann

Ein Testament ermöglicht Ihnen:

  • Ihr Vermögen nach eigenen Vorstellungen zu verteilen

  • bestimmte Personen besonders zu berücksichtigen

  • Lebenspartner oder Lebensgefährt:innen abzusichern

  • unklare Familiensituationen zu ordnen

  • Streit unter Angehörigen zu vermeiden

  • klare Vorgaben für besondere Wünsche oder Vermögenswerte zu treffen

In unserer Erfahrung wirkt ein Testament – wenn es gut gemacht ist – oft befreiend. Viele Klient:innen empfinden große Erleichterung, weil sie wissen, dass alles geregelt ist.

Häufige Gründe, warum ein Testament unumgänglich ist

Ein Testament ist besonders sinnvoll, wenn…

  • Sie in einer Patchworkfamilie leben

  • Sie einen Lebensgefährten/eine Lebensgefährtin absichern möchten

  • Sie Vermögen an bestimmte Personen weitergeben möchten

  • Sie Ungleichverteilungen innerhalb der Familie wünschen

  • Sie Immobilien besitzen

  • Sie Streit zwischen Kindern oder Angehörigen vermeiden möchten

  • wichtige persönliche Wünsche berücksichtigt werden sollen

Viele dieser Situationen lassen sich durch die gesetzliche Erbfolge nicht angemessen abbilden.

ormvorschriften – warum Fehler das Testament unwirksam machen können

Damit ein Testament gültig ist, müssen strenge formelle Anforderungen genau eingehalten werden.

Beispiele:

  • eigenhändig geschriebenes Testament muss vollständig handschriftlich sein

  • fremdhändiges Testament braucht drei Zeugen

  • Zeugen dürfen nicht selbst begünstigt sein

  • bestimmte Formulierungen müssen klar und eindeutig sein

Fehler führen nicht selten dazu, dass ein Testament ungültig wird – und am Ende doch die gesetzliche Erbfolge gilt.
Deshalb empfiehlt sich eine anwaltliche Begleitung.

Wie wir Sie unterstützen

Wir helfen Ihnen dabei,…

  • Ihre Wünsche klar zu formulieren

  • ein rechtssicheres und eindeutiges Testament zu erstellen

  • Pflichtteilsansprüche richtig zu berücksichtigen

  • Sonderwünsche und Vermögensaufteilungen korrekt darzustellen

  • Ihr Testament im Testamentsregister zu registrieren

  • das Original sicher zu verwahren, damit es im Ernstfall gefunden wird

Unser Ziel ist immer, dass Sie nach dem Gespräch das Gefühl haben:
„Jetzt ist alles geregelt.“

Lassen Sie uns Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch klären

Jede Familiensituation ist individuell.
Ob Testament oder gesetzliche Erbfolge – wir besprechen mit Ihnen, welche Lösung am besten zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt.

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular, um einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren.
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und begleiten Sie zuverlässig.

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